Individuelle
Gesundheits­leistungen

Als Praxis für Neurologie mit interdisziplinärer Ausrichtung haben wir es uns zum Ziel gesetzt, unseren PatientInnen in Wesel und der Region eine vollumfängliche Versorgung bereitzustellen. Dazu haben wir ein Leistungsspektrum entwickelt, dass sich nicht nur die umfassende Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen konzentriert, sondern darüber hinaus eine qualifizierte psychiatrische Versorgung gewährleistet. Um dieses umfangreiche Portfolio abzurunden, bieten wir bei NERVAL Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) an. Dabei handelt es sich um Privat- bzw. Selbstzahler-Leistungen, die folglich nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gehören. PatientInnen können privat Untersuchungen in Anspruch nehmen, die weiterführend Aufschluss über den Gesundheitszustand des Nervensystems geben oder Behandlungen in Anspruch nehmen, die den Therapieverlauf unterstützen können.

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Repetitive Transcranielle Magnet­stimulation (rTMS)

Die rTMS ist ein effektives und sehr gut verträgliches, innovatives Behandlungsverfahren zur Neurostimulation. Durch die Stimulation werden Ungleichgewichte der chemischen Botenstoffe im Gehirn (Neurotransmitter) ausgeglichen und die Kommunikation zwischen den Nervenzellen normalisiert. Hierdurch kommt es zu einer spürbaren Verbesserung von Stimmung, Aktivitätsniveau und der kognitiven Kontrolle von negativen Gefühlen und Gedanken.

Wir setzen die rTMS in unserer Praxis in Wesel zur Behandlung von affektiven Störungen wie Depressionen, Angst- und Panikstörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) und auch bei Abhängigkeitserkrankungen erfolgreich ein. Insbesondere für PatientInnen, denen eine medikamentöse Behandlung nicht oder nicht ausreichend hilft oder die eine medikamentöse Therapie nicht erhalten können oder möchten, verfügen wir somit über eine gut wirksame, verträgliche und nebenwirkungsarme Behandlungsoption. Bereits seit 2015 ist die Methode als Behandlungsmöglichkeit für schwere Depressionen in der nationalen S3 Leitlinie aufgeführt und zeigt seither ein gutes Sicherheits- und Wirksamkeitsprofil. Auch bei chronischen Schmerzsyndromen kann rTMS durch die gezielte Behandlung bestimmter Hirnregionen helfen.

Wie läuft eine Behandlung mit rTMS ab?
Zunächst wird in einem ausführlichen Beratungsgespräch festgelegt, ob eine Behandlung mit rTMS für Sie infrage kommt. Gegebenenfalls werden zusätzliche Untersuchungen, wie z. B. ein EEG notwendig. Anschließend wird ein auf Sie individuell abgestimmter Behandlungsplan erstellt. Abhängig vom Krankheitsbild erfolgen in der Regel 15-30 Anwendungen über einen Zeitraum von 2 bis 6 Wochen. Je nach Behandlungsplan werden mehrere Anwendungen in einer Sitzung zusammengefasst. Die entstehenden Behandlungspausen verbringen Sie bequem in Ihrem persönlichen Behandlungsraum.

Während der Anwendung nehmen Sie in einem bequemen Stuhl Platz und lehnen sich entspannt zurück. Eine Magnetspule wird nach einmaliger Einrichtung über einem markierten Hirnareal platziert. Hierfür tragen Sie während der Anwendung eine Stoffhaube mit entsprechenden Markierungen. Die Behandlung wird in der Regel als leichtes Kribbeln wahrgenommen, zudem kann es zu Zuckungen der Muskulatur im Kopfbereich kommen, die nicht bedenklich sind. Während der Behandlung hören Sie ein rhythmisches Knacken der Spule.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Eine rTMS ist im Wesentlichen schmerzfrei. Während der Behandlung können sich Muskeln im Kopfbereich zusammenziehen, was gelegentlich als unangenehm empfunden werden kann.
Nach der Behandlung können vorübergehende Kopfschmerzen auftreten. Außerdem fühlen sich einige PatientInnen unwohl oder benommen. In sehr seltenen Fällen kann es zu epileptischen Anfällen kommen, was überwiegend PatientInnen mit einer unentdeckten Epilepsie betrifft.

Ist die Methode für jeden geeignet?
Aufgrund des eingesetzten starken Magnetfeldes können einige PatientInnen nicht behandelt werden, hierzu gehören z. B.

  • TrägerInnen von Herzschrittmachern, Tiefenhirnstimulatoren oder sonstigen elektrischen Implantaten.
  • PatientInnen nach Kopf- oder Gehirnoperationen mit implantierten Metallteilen.
  • PatientInnen mit bekannter Epilepsie.
  • TrägerInnen von Cochlea-Implantaten.
  • PatientInnen mit bestimmten schwerwiegenden Hirnerkrankungen wie bösartigen Hirntumoren.
  • Schwangere und Personen unter 18 Jahren. Die Anwendung ist für diese PatientInnen-Gruppen noch nicht ausreichend untersucht.

Zahnkronen oder -Zahnimplantate sind ebenso wie künstliche Gelenke oder anderweitige metallische Implantate wie Knochenschrauben o. ä. unproblematisch.
Ihr Behandler in Wesel wird mögliche Ausschlusskriterien vor Behandlungsbeginn mit Ihnen in Ruhe besprechen.

Welche Kosten entstehen?
Die einzelne Anwendung erhalten Sie für 95 Euro. Hinzu kommen Kosten für die Beratung und ggf. notwendige zusätzliche Untersuchungen. Je nach Behandlungsplan werden ggf. mehrere Anwendungen zu einer Sitzung zusammengefasst. Diese werden einzeln abgerechnet. Selbstverständlich informieren wir Sie vorab über die anfallenden Kosten.

Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten?
Die Behandlung mit rTMS ist noch nicht Teil des Leistungskataloges der gesetzlichen Krankenkassen und somit für gesetzlich versicherte PatientInnen derzeit noch eine reine Selbstzahlerleistung.
Einige private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten unter Umständen nach vorheriger Antragstellung ganz oder teilweise. Bitte informieren Sie sich vor Behandlungsbeginn bei Ihrem Kostenträger.

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Infusions­therapie

Ferner bieten wir die Infusionstherapie mit Alpha-Liponsäure bei schmerzhaften Polyneuropathien an. Bei einer Fehlfunktion mehrerer peripherer Nerven können Schwäche oder Empfindungsverlust in Armen und Beinen, Händen und Füßen auftreten. Insbesondere PatientInnen mit Nervenschädigungen, beispielsweise durch Diabetes, empfehlen wir die Infusionstherapie zur Schmerzlinderung und Verringerung von Gefühlsstörungen. Langfristig kann dies zu einer Besserung der neurologischen Funktionen führen.

Bei NERVAL haben wir darüber hinaus Infusionskonzepte zu verschiedenen Bedürfnissen entwickelt. PatientInnen mit Fatigue Syndrom möchten wir mit der Infusionstherapie gesundheitlich unterstützen und zu mehr Vitalität, Energie und Konzentration und damit nachhaltig zur Besserung der Lebensqualität verhelfen. Ein Vitamin-Boost per Infusion kann zudem bei Immundefiziten helfen und beispielsweise eine Infektanfälligkeit senken und Entzündungen lindern. Ebenso profitieren PatientInnen nach Infekten von der regenerativen Wirkung von Infusionstherapien auf das Immunsystem. Bei Nährstoffmangel oder einem unausgeglichenen Nährstoffhaushalt infolge von Belastung, Infektionen und Erkrankungen können hochdosierte Vitamin-Infusionen sowie Kombinationsinfusionen gezielt Abhilfe schaffen. Diese sind besonders zu empfehlen, wenn eine ausgewogene Ernährungsweise allein nicht ausreicht, um den Nährstoffbedarf zu decken.

Der individuell ausgerichtete Einsatz von Infusionen kann zudem zum gesunden Altern beitragen: Bei NERVAL bieten wir Anti-Aging-Infusionen für anhaltendes körperliches Wohlgefühl. Ein schöner Nebeneffekt: Die Anti-Aging-Infusionen können die Haut- und Haarstruktur verbessern – für eine jugendliche Ausstrahlung. Abgerundet wird unser Infusionsangebot von Detox-Infusionen, die den Körper von Schlackenstoffen reinigen und so zu mehr Vitalität und Energie beitragen können. Sprechen Sie uns gerne an.

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CERAD+ | Demenz­assessment

Als Ergänzung zu unseren Diagnostikleistungen haben Sie die Möglichkeit, ausführliche neuropsychologische Tests wie den CERAD+ durchführen zu lassen. Diese Untersuchung, auch Demenzassessment genannt, dient der differenzierten Erfassung kognitiver Einschränkungen bei Demenz-PatientInnen und damit der Schweregradbestimmung bei Demenzerkrankungen. Mit weiteren neuropsychologischen Verfahren können Hirnfunktionen wie das Gedächtnis oder die Aufmerksamkeit erfasst werden. Die Tests eigenen sich zur Therapieplanung wie zur Verlaufsdiagnostik.

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Schlaganfall­risiko­screening

Zur Einschätzung Ihres persönlichen Schlaganfallrisikos können wir in unserer Praxis für Neurologie ein erweitertes Schlaganfallrisikoscreening realisieren und Ihnen im Anschluss individuelle Maßnahmen empfehlen, um dieses zu senken. Dazu führen wir zunächst einen ausführlichen Labor-Check-up, eine körperliche Untersuchung, Ultraschall der hirnversorgenden Gefäße und ein EEG durch. Dabei können wir krankhafte Veränderungen der hirnversorgenden Gefäße wie Stenosen oder Aneurysmen erkennen, die auf lange Sicht zu Durchblutungsstörungen und einer ungenügenden Sauerstoffversorgung des Gehirns führen könnten. Gemeinsam analysieren wir daraufhin risikofördernde Vorerkrankungen sowie Lifestylefaktoren. Bei frühzeitiger Befundung kann Ihr Neurologe rechtzeitig die nächsten Schritte für eine Behandlung einleiten und damit das Risiko für einen Schlaganfall minimieren bzw. ein individuelles Risikomanagement ausarbeiten.

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